Rund um die KHW

Juli 2015 | Presseinformation

6. Sommerempfang "Treffpunkt Handwerk"

Wie ist das Handwerk in der Metropolregion Nürnberg derzeit aufgestellt? Welche Herausforderungen gibt es? Was stimmt die Betriebe zufrieden? Der regelmäßige Austausch mit Vertretern der Politik, der Wirtschaft und der Medien ist für das Handwerk in Nürnberg von besonderer Bedeutung. So ist es inzwischen zur guten Tradition geworden, sich beim alljährlichen Sommerempfang der Kreishandwerkerschaft Nürnberg Stadt und Land an einen Tisch zu setzen und aktuelle Herausforderungen zu diskutieren. Partner der Veranstaltung war auch in diesem Jahr wieder die VR Bank Nürnberg.

„Wir wollen hier heute Schönes mit Nützlichem verbinden und dadurch letztlich auch das Handwerk in der Metropolregion Nürnberg voranbringen“, so Kreishandwerksmeister Achim Hanisch in seiner Begrüßungsrede. Über 80 Gäste waren dazu gestern Abend ins Sheraton Carlton Hotel gekommen – darunter auch Christian Vogel, 2. Bürgermeister der Stadt Nürnberg, Dr. Thomas Bauer, Regierungspräsident von Mittelfranken, Dr. Klemens Gsell, ebenfalls Bürgermeister der Stadt Nürnberg, Wirtschaftsreferent Dr. Michael Fraas, der CSU-Fraktionsvorsitzende Sebastian Brehm, sowie die stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der SPD, Katja Strohhacker und Thorsten Brehm, und der Präsident der Handwerkskammer Mittelfranken, Heinrich Mosler.

Herausforderungen, die den Handwerksbetrieben derzeit am stärksten zu schaffen machen würden, seien neben dem Nachwuchs- und Fachkräftemangel insbesondere die seit Jahresbeginn geltenden Regelungen zum Mindestlohn. „Der Stundenlohn von 8,50 Euro ist für die meisten Betriebe hier in der Region kein großes Problem“, so Hanisch. Große Schwierigkeiten hätten die Unternehmen jedoch mit der sehr aufwendigen Aufzeichnungspflicht. „Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles hat zwar Verbesserungen angekündigt ­ – diese gehen uns aber noch nicht weit genug“, erläutert der Kreishandwerksmeister den anwesenden Gästen. „Weil viele Handwerksbetriebe entweder vom Gesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit erfasst sind oder dort viele geringfügige Beschäftigungsverhältnisse vorliegen, unterliegen sie weiterhin der Aufzeichnungspflicht. Zudem soll die Einkommensschwelle von 2.958 Euro auch in Zukunft für Minijobber und Saisonbeschäftigte gelten. Das bringt uns nicht weiter!“

„Was leisten die Betriebe? Welche Politik brauchen sie?“ waren die Leitfragen des Vortrags von Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks. Dabei beleuchtete er die auf Nachhaltigkeit angelegte Unternehmenskultur im Handwerk und warnte vor der Aushöhlung des Meistervorbehalts durch die EU-Kommission. „Hohe berufliche Qualifikation ist die Grundlage für Qualität und wirtschaftlichen Erfolg in unserem Land“, so eine der Kernaussagen von Wollseifer.

Im weiteren Verlauf des Abends nutzten viele Gäste die Gelegenheit, sich in lockerer Runde auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. „Ich bin mir darüber im Klaren, dass wir hier keine neuen, großen Projekte an den Start bringen werden“, so Hanisch. „Aber wir können Anstöße geben und mit den Vertretern der Politik, der Wirtschaft und der Medien ins Gespräch kommen. Damit ist auf jeden Fall ein Anfang gemacht!“

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