Rund um die KHW

Januar 2014 | Presseinformation

In der Nürnberger Unterwelt

Tief hinab führte das Handwerkergespräch im Jahr 2014, nämlich tief in den Nürnberger Burgberg hinein, dorthin, wo einst die Nürnberger Kunstschätze gelagert wurden. Im Zweiten Weltkrieg entstand hier ein einzigartiger Kunstbunker, in dem berühmte Kunstwerke den Bombenhagel unbeschadet überstehen konnten.

Durch den Bunker begleitete uns Ludwig Engelhardt, der seit 20 Jahren Führungen durch das unterirdische Nürnberg anbietet. Er hat noch den Zweiten Weltkrieg selbst miterlebt, sodass er neben den historischen Fakten aus zahlreichen persönlichen Erinnerungen berichten konnte. Er erklärte, dass die alten Felsenkeller unter der Stadt einst als Bierkeller genutzt wurden, da sie eine konstant kühle Temperatur für die Lagerung boten. Im Zweiten Weltkrieg wurde darin dann eine komplexe Bergungsanlage für wertvolle Kunstwerke realisiert, mit einem ausgeklügelten System der Entwässerung, Beheizung und Belüftung. Gelagert wurden hier zum Beispiel der berühmte Engelsgruß, die Reichskleinodien sowie das sogenannte „Männleinlaufen“ der Frauenkirche. Interessant für uns Handwerker waren vor allem auch Ludwig Engelhardts Ausführungen zu den handwerklichen Feinheiten der Kunstwerke.

Nürnberg unter Tage – mal wieder ein Ort, den man nicht alle Tage besucht. Und das ist auch der Anspruch der Handwerkergespräche und -ausflüge.

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